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Alles über die Gründung der SG

 

Anlaß für die Gründung der Seniorengenossenschaft
Anlaß für die Gründung war Bevölkerungsentwicklung im Stadtgebiet, wo bereits heute 24 % aller Mitbürger älter als 60 Jahre sind. Die zu erwartenden Probleme einer Überalterung der Bevölkerung werden Riedlingen deshalb früher und voraussichtlich auch stärker treffen. In der Bundesrepublik Deutschland wird erwartet, daß in wenigen Jahrzehnten und noch zu unseren Lebzeiten nahezu 1/3 aller Bürger diese Altersgrenze überschritten haben werden. Es muß damit gerechnet werden, daß die bisherigen Systeme nicht mehr geeignet sind um menschenwürdige Lebensbedingungen für alle Bürger zu erhalten. Neue Formen des Zusammenlebens, der Versorgung, Betreuung und Finanzierung sind erforderlich um dies zu gewährleisten.


Vorbereitung der Gründung

Im Jahre 1989 stellte ich erste Überlegungen an, wie der nachteiligen Entwicklung [Siehe vor der Gründung] in unserer Stadt begegnet werden könnte. In Gesprächen mit vorhandenen sozialen Diensten, Vertretern der Stadt, der Kirchen und politischen Parteien wurde erörtert, welche Dienste in welchem Umfang angeboten werden können und welche Lücken vorhanden sind. Es wurde darüber diskutiert, ob die vorhandenen Dienste in der Lage und bereit sind, die Lücken zu schließen.

Zielsetzung der Seniorengenossenschaft für Bedarfsdeckung
In Abstimmung mit den anderen sozialen Diensten wurde festgelegt, daß nur solche Leistungen durch die Seniorengenossenschaft angeboten werden die bisher nicht vorhanden sind, oder wo der Bedarf von anderen Diensten nicht voll gedeckt werden kann. Kooperationen mit anderen Diensten sollen angestrebt werden. Im Unterschied zu anderen freiwilligen Hilfsdiensten will die Seniorengenossenschaft ihre Leistungen garantieren. Deshalb ist vorgesehen bei steigender Nachfrage nach den Diensten auch hauptamtliche Kräfte zu beschäftigen, die im Verbund mit den freiwilligen Kräften die Dienste erbringen. Die Leistungsgarantie ist erforderlich, wenn die Betreuung und Versorgung von älteren oder hilfsbedürftigen Menschen in der eigenen Wohnung funktionieren soll. Nur wenn die Hilfe beständig geleistet wird können Menschen in ihrer Wohnung verbleiben und müssen nicht in Alten- oder Pflegeheime umziehen. Für die Gesellschaft ist damit ein wesentlicher Kostenvorteil verbunden. Dadurch dürfte es möglich sein, die Erhaltung menschenwürdiger Lebensverhältnisse auch für die Zukunft finanziell zu sichern.


Gründungskommitee - Aufgaben
Die Gründung der Seniorengenossenschaft wurde zuerst in einem sehr kleinen Kreis vorbesprochen. Geladen waren zu diesem Gespräch Personen, von denen zu erwarten war, daß sie dieser Idee aufgeschlossen gegenüberstehen und auch bereit waren, aktiv mitzuarbeiten. Mit dieser Gruppe wurde eine öffentliche Veranstaltung vorbereitet, zu der Bürger, Kommunalpolitiker, Kirchen und soziale Dienste eingeladen waren. In dieser Veranstaltung wurden allgemeine Informationen gegeben, Probleme angesprochen und mögliche Lösungen aufgezeigt. Diese formlos eingeladene Versammlung berief ein Gründungskomitee, das die Gründung vorbereitete.
Dem Gründungskomitee gehörten an:
- Vertreter der politischen Parteien - Vertreter der vorhandenen sozialen Dienste
- Vertreter der Kirchen - weitere interessierte Bürger


Erstellung eines Angebotskataloges
Mit den bestehenden sozialen Diensten wurde vereinbart, daß durch die Seniorengenossenschaft keine Konkurrenz zu bestehenden Einrichtungen entstehen darf. Auf der Basis der Bestandserhebung über Angebote der örtlich vorhandenen sozialen Dienste wurde eine Liste von nicht, oder nicht in vollem Umfang vorhandenen Leistungen zusammengestellt. Der endgültige Katalog der von der Seniorengenossenschaft anzubietenden Leistungen wurde dann im Einvernehmen mit den anderen sozialen Diensten erstellt.


Satzung

Es wurde ein Satzungsentwurf in enger Abstimmung mit den zuständigen Beamten des Vereinsregisters beim Amtsgericht und beim Finanzamt (wegen der angestrebten Anerkennung der Gemeinnützigkeit) erarbeitet. In der Satzung wurde neben den allgemein erforderlichen vereinsrechtlichen Bestimmungen festgelegt, daß erworbene Ansprüche an die Seniorengenossenschaft vererbt werden können
Suche nach Bewerbern für Vorstandssitze:
Bei der Suche nach Personen die bereit waren für den Vorstand zu kandidieren, versuchte ich ausgewogene Streuung über alle wichtigen Bereiche zu erreichen, natürlich unter Beachtung der fachlichen Kompetenz.


Gründungsversammlung

Das Gründungskomitee lud am 9. April 1991 zu einer öffentlichen Gründungsversammlung ein unter Vorgabe einer Tagesordnung. Zu dieser ersten Gründung einer Seniorengenossenschaft in Baden-Württemberg erschienen ca. 100 Bürger der Stadt Riedlingen. Mitarbeiter der Geschäftsstelle Seniorengenossenschaften beim Sozialministerium Stuttgart vertraten das Land. Zunächst wurden in dieser Versammlung die Ziele der zu gründenden Seniorengenossenschaft vorgetragen. Im Anschluß daran konnten sich Interessierte als Gründungsmitglieder in eine Liste eintragen. Fast alle Anwesenden haben unterzeichnet. Der vorgelegte Satzungsentwurf wurde beraten, beschlossen und die Gründung vollzogen, anschließend wurde der Vorstand gewählt.

 

 
 
 
 
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last update 20.01.05
   
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Vorsitzender: Josef Martin
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